Branchenbezogene Praxiserfahrung: MINT for Girls

Einordnung

Das Modul „Branchenbezogene Praxiserfahrung: MINT for Girls“ reiht sich stringent in die Gesamtstruktur der vertieften Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen ein. Den Schülerinnen wird die Möglichkeit geboten, in einer ausgewählten Branche konkrete Praxiserfahrungen zu sammeln und so die Anforderungen dieser Berufe mit ihren eigenen Fähigkeiten und Interessen abzugleichen.

 

Organisation

Das Modul richtet sich nicht an ganze Klassen oder Kurse, sondern an einen Kreis von Teilnehmerinnen, für dessen vertiefte berufliche Orientierung die Praxiserfahrung im MINT-Bereich zielführend ist. Insoweit nimmt eine Schülerin in der Regel nicht an mehreren Maßnahmen des Typs „Branchenbezogene Praxiserfahrung“ für jeweils unterschiedliche Branchen teil. In einem Quartal kann eine Schule nur einmal und nur in einer Branche ein Modul des Typs „Branchenbezogene Praxiserfahrung“ wahrnehmen.

 

Zielgruppe

Im Modul „Branchenbezogene Praxiserfahrung: MINT for Girls“ erproben sich Schülerinnen des Schuljahrgangs 10 von Gymnasien, gymnasialen Zweigen von Kooperativen Gesamtschulen und Integrierten Gesamtschulen. Für Lerngruppen mit Jungen und für Lerngruppen anderer Schuljahrgänge sowie anderer Schulformen stehen weitere Angebote der Koordinierungsstelle Berufsorientierung zur Verfügung.

 

Inhalte

Schülerinnen haben mit dem Modul „Branchenbezogene Praxiserfahrung: MINT for Girls“ die Gelegenheit, sich praktisch im MINT-Umfeld zu erproben und ihre Erfahrungen zu reflektieren und einzuordnen. Dies geschieht in einem praxisbezogenen Umgang mit Naturwissenschaften und Technik sowohl in Unternehmen als auch in spezifischen MINT-Ausbildungseinrichtungen im Hochschulbereich (Universität/ Fachhochschule/ Technische Hochschule o.ä.).

 

Das Angebot „Branchenbezogene Praxiserfahrung: MINT for Girls“ ist grundsätzlich auf die regionalen Gegebenheiten abgestimmt und versteht sich als Ergänzung zum Regelangebot der Schule, Berufsberatung und Zentralen Studienberatung.

 

Ablauf

Das Modul umfasst fünfmal mindestens dreieinhalb Zeitstunden, die im vier- bis fünftägigen Block bzw. an vier oder fünf einzelnen Tagen durchgeführt werden. Das Modul „Branchenbezogene Praxiserfahrung: MINT for Girls“  besteht aus einer Phase in mehreren örtlichen Unternehmen des MINT-Bereichs, einer Phase in spezifischen MINT-Ausbildungseinrichtungen im Hochschulbereich und einer Phase mit Workshops.

 

Phase 1: Unternehmen

In den Unternehmen lernen die Schülerinnen bei einem Unternehmensrundgang verschiedene Abteilung des Unternehmens und eine Ausbildungswerkstatt kennen, in der sie unter Gewährleistung von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit praktische Tätigkeiten ausführen wie z. B. Fräsen, Programmieren und Schalterverbindungen stecken.

 

Phase 2: MINT-Ausbildungseinrichtungen im Hochschulbereich

In dieser Phase sind Laborpraktika mit dem Besuch verschiedener Labore vorgesehen. Dadurch sollen die Schülerinnen unterschiedliche Verfahrensweisen und Arbeitsfelder – wie z. B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Fahrzeugbau und Informatik – kennenlernen und sich selbst erproben.

 

Phase 3: Workshops

In Workshops erhalten die Teilnehmerinnen anhand einer persönlichen Potenzialanalyse Auskunft über ihre individuellen Fähigkeiten. Unter Einbindung dieser Ergebnisse werden ihnen dann mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit und möglichst der Zentralen Studienberatungsstellen Möglichkeiten für die Berufswahl aufgezeigt.

 

Bildungsträgeraufgaben

Der Bildungsträger gewinnt geeignete Betriebe sowie eineMINT-Ausbildungseinrichtung im Hochschulbereich, stimmt die Maßnahme zeitlich und inhaltlich mit der Schule, der örtlichen Berufsberatung, den Unternehmen und der MINT-Ausbildungseinrichtung im Hochschulbereich ab und führt die drei Phasen gemäß Modulbeschreibung durch. Er stellt sicher, dass die Schülerinnen ihre Erkenntnisse über Tätigkeiten und Anforderungen des MINT-Bereichs vertiefen und ihr gewonnenes Wissen für den weiteren Berufswahlprozess nutzen können. Die Nachbereitung zur Anknüpfung im Unterricht erfolgt unter Einbindung einer Lehrkraft und des Berufsberaters bzw. der Berufsberaterin. Die Schülerinnen dokumentieren die Maßnahme in dem von der Schule gewählten Dokumentationsmedium, z. B. dem Berufswahlpass.

 

Personaleinsatz

Bei jeder Maßnahme ist mindestens eine Trainerin oder ein Trainer des Bildungsträgers durchgehend anwesend und gibt Lehrkräften sowie der örtlichen Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit die Möglichkeit zur Teilnahme und aktiven Mitgestaltung.

In den Unternehmen ist zudem mindestens eine betrieblichen Expertin bzw. ein betrieblicher Experte aus dem MINT-Bereich sowie möglichst mindestens eine Auszubildende bzw. ein Auszubildender aus dem MINT-Bereich anwesend.

In der MINT-Ausbildungseinrichtungen im Hochschulbereich ist neben der Trainerin bzw. dem Trainer des Bildungsträgers mindestens eine Lehrperson sowie möglichst Studierende aus dem MINT-Bereich anwesend.

 

Gruppengrößen

Die Mindestgröße für diese Maßnahme beträgt 10 Personen. Ab 21 Teilnehmerinnen finden zwei getrennte Durchführungen statt.

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