Erkundung zu Studium und Beruf im Internet, an der Hochschule und im Betrieb

Dieses Modul eignet sich besonders für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.

Ziele

Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an allgemein bildenden Gymnasien, den gymnasialen Zweigen der Kooperativen Gesamtschulen und den Integrierten Gesamtschulen kennen und nutzen das Internet in der Regel intensiv. Aus den berufsorientierenden Veranstaltungen kennen sie auch berufswahlbezogene Informationsportale wie berufenet, abi.de, kursnet oder hochschulstart.de. Viele Informationsquellen wie unischnuppern.de, Internetauftritte der Kammern, von Berufsverbänden, von öffentlichen und privaten Hochschulen und Bildungsanbietern sind dagegen wenig bekannt oder werden wenig genutzt. Häufig fällt es Schülerinnen und Schülern auch schwer, die für sie relevanten Informationen zu finden, zu filtern, zu bewerten und kritisch zu hinterfragen.

Zudem haben Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an allgemein bildenden Gymnasien, den gymnasialen Zweigen der Kooperativen Gesamtschulen und den Integrierten Gesamtschulen aus ihrer Schulerfahrung heraus häufig nur sehr vage Vorstellungen davon, was sie in einem Hochschulstudium oder in einem Betrieb erwartet. Über den Besuch einer Hochschule und eines Betriebs soll ein „Live-Eindruck“ vermittelt werden.

Inhalte

Am ersten Tag erhalten bzw. erarbeiten die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Überblick über die wichtigsten Informationsquellen zu Fragen der Studien- und Berufswahl im Internet. In einem zweiten Schritt wird analysiert, welche konkreten Inhalte diese Informationsportale enthalten und wie diese aufgebaut sind. In einem dritten Schritt werden die enthaltenen Informationen nach einzelnen Kriterien bewertet (Informationsgehalt, Aktualität, Verständlichkeit, Objektivität, Differenziertheit). In einem vierten Schritt  sollen die Schülerinnen und Schülern beurteilen können, welche Informationsquellen für sie hilfreich sind, und eine individuelle Recherchestrategie entwickeln.

Am zweiten Tag, dem Hochschulbesuch, erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie ein Studium aufgebaut ist (Dauer, Module, Credit Points etc.), sie lernen Vorlesungen, die sich zum Schnupperstudium eignen, von kleineren, anwendungsbezogen Veranstaltungen abzugrenzen und ein Vorlesungsverzeichnis zu lesen. Die Trainerin bzw. der Trainer des Bildungsträgers stellt die Hochschule und das Studienangebot vor und gleicht dieses Angebot mit den Studienwünschen der Schülerinnen und Schüler ab. Hier wird es nötig sein, den Schülerinnen und Schülern, deren Studienwunsch sich nicht genau im Studienprogramm der Hochschule wiederfindet, Alternativen aufzuzeigen.

Wie fühlt es sich an, in einer Vorlesung mit Dozenten und ‚echten Studierenden‘ zu sitzen? Es soll ein Gefühl dafür entstehen, was allgemein Studieren bedeutet und wie sich ein Lieblingsfach in der Schule (oder ein Interesse) in einem Studien-Wochenplan und einer 90-Minuten-Vorlesung konkretisiert.

Begleitende Gespräche reflektieren die Studieneindrücke und ergänzen diese um weitere Informationen zu Studieninhalten, -ablauf und -bewerbung. Am Ende des Besuchstages sollen die Schülerinnen und Schüler auch motiviert und in der Lage sein, sich selbst ein Schnupperstudium an einer Wunschhochschule zu organisieren.

In diesem Zusammenhang organisiert der Träger mit der Hochschule - für einen mit der Schule vereinbarten Tag - ein Programm, welches Besuche von ein bis zwei Vorlesungen  und Gespräche mit Hochschulvertreterinnen und -vertretern beinhaltet. Als Gesprächspartner der Hochschule kommen Studien(fach)beraterinnen und -vertreter, Studierende der besuchten Fächer, Studienscouts oder Fakultätsvertreterinnen und -vertreter in Frage.  Zwischen den Programmteilen steht die Trainerin bzw. der Trainer den Schülerinnen und Schülern für organisatorische und inhaltliche Fragen zur Verfügung. Für das Schnupperstudium eigenen sich ausschließlich die Semesterzeiten und hier an Universitäten in der Regel die Monate Mai und Juni sowie November bis Januar, da hier die ersten konstituierenden Veranstaltungen schon stattgefunden haben und im Regelfall noch keine Klausuren geschrieben werden.

Am dritten Tag sollen die Schülerinnen und Schüler einen für Abiturientinnen und Abiturienten geeigneten Beruf in einem Betrieb ganztägig unter realen Bedingungen unter Berücksichtigung des Jugendarbeitsschutzgesetzes näher kennen lernen. Die Nachbereitung und Auswertung erfolgen im Anschluss an die Maßnahme durch die Lehrkraft und die Berufsberaterin bzw. den Berufsberater der örtlichen Bundesagentur für Arbeit.

Der zweite und dritte Tag können im Ablauf getauscht werden.

Personaleinsatz

Den ersten Tag führt mindestens eine Trainerin oder ein Trainer des Bildungsträgers durch und gibt der örtlichen Berufsberatung der Arbeitsagentur die Möglichkeit zur Beteiligung.

Den zweiten Tag führt mindestens eine Trainerin oder ein Trainer des Bildungsträgers gemeinsam mit mindestens einer Vertreterin oder einem Vertreter der Hochschule, im Idealfall mehrere aus verschiedenen Fakultäten, durch und gibt der örtlichen Berufsberatung der Arbeitsagentur die Möglichkeit zur Beteiligung.

Den dritten Tag führt mindestens eine Trainerin oder ein Trainer des Bildungsträgers gemeinsam mit mindestens einer betrieblichen Expertin bzw. mindestens einem betrieblichen Experten durch und gibt der örtlichen Berufsberatung der Arbeitsagentur die Möglichkeit zur Beteiligung.

Qualitätsmerkmale und Evaluation

Eine Durchführung besteht aus mindestens 16 und maximal aus 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ab 32, 63, und 94 Teilnehmerinnen und Teilnehmern findet jeweils eine weitere Durchführung statt. Die maximale Teilnehmerzahl für eine Schule beträgt 124.

Die Einbindung in das Gesamtkonzept der Schule muss klar erkennbar sein. Bereits vermittelte Inhalte sollen aufgegriffen und vertieft, nicht aber wiederholt werden.

Die Dokumentation der Ergebnisse findet in dem von der Schule gewählten Dokumentationsmedium statt, z. B. dem Berufswahlpass www.berufswahlpass.de.

Jede Maßnahme wird durch einen Feedbackbogen evaluiert.

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