Branchenbezogene Praxiserfahrung: Energie

Dieses Modul eignet sich besonders für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9.

Ziel

Das Modul „Branchenbezogene Praxiserfahrung: Energie“ reiht sich stringent in die Gesamtstruktur der vertieften Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen ein. Nachdem die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Berufsfelder überwiegend inhaltlich erkundet haben, soll ihnen nun die Möglichkeit geboten werden in einer ausgewählten Branche konkrete Praxiserfahrungen zu sammeln und so die Anforderungen dieser Berufe mit ihren eigenen Fähigkeiten und Interessen abzugleichen.

Das Modul richtet sich nicht an ganze Klassen oder Kurse, sondern an einzelne Schülerinnen und Schüler, für deren vertiefte berufliche Orientierung die Praxiserfahrung in einer individuell ausgewählten Branche zielführend ist. Insoweit nimmt eine Schülerin oder ein Schüler in der Regel nicht an mehreren Maßnahmen des Typs „Branchenbezogene Praxiserfahrung“ für jeweils unterschiedliche Branchen teil, sondern nur einmal und für nur eine Branche.

In einem Quartal kann eine Schule nur einmal und nur in einer Branche ein Modul dieses Typs wahrnehmen.

In einem Quartal kann eine Schule nur einmal und nur in einer Branche ein Modul dieses Typs wahrnehmen.

 

Das Angebot der „Branchenbezogenen Praxiserfahrung“ ist grundsätzlich auf die regionalen Gegebenheiten abgestimmt.

 

Inhalte und Ablauf

Die Schülerinnen und Schüler sind in ihrem Berufsorientierungsprozess so weit vorangeschritten, dass sie in Kenntnis ihrer Stärken und Fähigkeiten die Auswahl eines Ausbildungsberufes auf eine Branche beschränken können. Dazu sollen sie durch Arbeit in Betrieben einer Branche und ggf. zeitweise in überbetrieblichen Ausbildungswerkstätten einer Branche praktische Erfahrungen sammeln.

Das Modul umfasst fünf Tage, die im Block oder an einzelnen Tagen durchgeführt werden können. Es besteht aus einem mindestens sechsstündigen Vorbereitungstag, drei praxisorientierten Tagen nach der Arbeitszeitregelung des jeweiligen Betriebes unter Berücksichtigung des Jugendarbeitsschutzgesetzes sowie einem mindestens sechsstündigen Nachbereitungstag. Die drei praxisorientierten Tage finden in unterschiedlichen Berufen oder Berufsrichtungen der Branche statt. Von den drei praxisorientierten Tagen finden mindestens zwei in Betrieben der Branche und ggf. einer in einer überbetrieblichen Ausbildungswerkstatt der Branche statt.

Der Bildungsträger bereitet die Schülerinnen und Schüler mit gezielten Arbeitsaufträgen auf die branchenspezifischen praxisorientierten Tagen vor und unterstützt sie, ihre abschließenden Ergebnisse und Erkenntnisse in einer Präsentation vorzustellen. Das Ziel sollte sein: Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihre Erkenntnisse über Tätigkeiten und Anforderungen in einer Branche und nutzen ihr gewonnenes Wissen für den weiteren Berufswahlprozess. Die Nachbereitung sollte unter Einbindung einer Lehrkraft und des Berufsberaters bzw. der Berufsberaterin erfolgen.

 

Qualitätsmerkmale

Konzept des Bildungsträgers zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung unter Berücksichtigung folgender Qualitätsstandards:

  1. Erleben verschiedener Berufe oder Berufsfelder der Branche
  2. Planung und Durchführung praktischer Arbeiten
  3. Kennenlernen wichtiger Arbeitsschritte und Arbeitsabläufe
  4. Kennenlernen von Arbeitswerkzeugen, Maschinen, Arbeitsmitteln etc.
  5. Überprüfung und Bewertung der Arbeitsergebnisse
  6. Gewährleistung von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

 

Durchführung und Evaluation

-          Der Bildungsträger stimmt die Maßnahme zeitlich und inhaltlich mit der Schule ab.

-          Vor der Durchführung ermittelt der Bildungsträger in der Schule die gewünschten Berufe und Berufsfelder innerhalb der Branche und erstellt die Planung.

-          Der Bildungsträger ermittelt und gewinnt geeignete Betriebe der Branche und ggf. eine geeignete überbetriebliche Ausbildungswerkstatt der Branche.

-          Die Durchführung wird von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern des Bildungsträgers betreut.

-          Betreuungsschlüssel des Vorbereitungstages durch den Bildungsträger maximal 1:12 (Betreuerinnen und Betreuer zu Schülerinnen und Schüler).

-          Betreuungsschlüssel der drei praxisorientierten Tage maximal 1:6 (Betreuerinnen und Betreuer zu Schülerinnen und Schülern).

-          Betreuungsschlüssel des Nachbereitungstages maximal 1:6 (Betreuerinnen und Betreuer zu Schülerinnen und Schülern).

-          Begleitung der Schülerinnen und Schüler durch vorbereitete Fachkräfte und ggf. Auszubildende an den praxisorientierten Tagen.

-          Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren die Maßnahme in dem von der Schule gewählten Dokumentationsmedium (z. B. dem Berufswahlpass http://www.berufswahlpass.de).

-          Interne Evaluation durch die Befragung der Schülerinnen und Schüler und externe Evaluation durch die Koordinierungsstelle Berufsorientierung.

 

Die Mindestgröße für diese Maßnahme beträgt 12 Personen.

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