Schüler-/Elternseminar

Dieses Modul eignet sich besonders für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9.

Ziele

Studien belegen, dass Eltern für Jugendliche die wichtigste Orientierungshilfe bei der Berufswahlentscheidung darstellen. Eltern haben viel zu bieten: Sie können die Stärken und Schwächen ihrer Kinder oft zuverlässig einschätzen und sie vermitteln ihren Kindern Werte und Einstellungen zu Arbeit und Beruf. Ihre Erfahrungen sowie Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Bereich beeinflussen das Verhalten der Jugendlichen in Bezug auf die Berufswahl und die Berufswelt.

Mit dem Modul Schüler/-Elternseminar soll das Ziel erreicht werden, Eltern frühzeitig und dauerhaft in den Berufsorientierungs- und Berufswahlprozess ihrer Kinder einzubinden und sie zu motivieren, diesen Prozess gemäß den Fähigkeiten, Bedürfnissen, Interessen und Potenzialen ihrer Kinder zu begleiten und zu unterstützen. Der Übergang von der Schule in den Beruf  wird zu einem gemeinsamen Projekt von Eltern und Kindern, bei dem Eltern befähigt werden sollen, als Prozessmanager und Übergangscoach agieren zu können.

Inhalte

Eltern berichten über ihre berufliche Tätigkeit und reflektieren mit ihren Kindern ihre eigene Berufswahlentscheidung. Sie klären mit den Jugendlichen, welche Unterstützung gewünscht wird und welche möglich ist. Eltern unterstützen ihre Kinder bei einer realistischen Selbsteinschätzung. Eltern und ihre Kinder ermitteln gemeinsam die Stärken und Interessen des Kindes und leiten daraus berufliche Ziele ab. Eltern und ihre Kinder eignen sich ein gemeinsames Basiswissen über Wege nach der Schule in eine weitere Schule, in die Ausbildung oder ggf. ins Studium an. Sie erarbeiten wichtige Schritte bei der Berufsorientierung und Berufswahl und entwickeln daraus einen Berufswahlfahrplan. Sie dokumentieren ihre Erkenntnisse und Ziele und entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien.

Eltern und Jugendliche lernen die Beratungs- und Hilfsangebote der Bundesagentur für Arbeit kennen. Bei Veranstaltungen in Unternehmen erhalten Eltern und Jugendliche Informationen über Kriterien bei der Auswahl von Auszubildenden und führen ein kurzes Bewerbungstraining durch.

Eltern und Schüler können nach Durchführung des Moduls den Berufswahlprozess in seiner gesamten Komplexität besser einschätzen, klarer strukturieren und gemeinsam erfolgreich gestalten.

Ablauf

Das Modul umfasst vier Treffen mit insgesamt zehn Zeitstunden.

Treffen 1 ist eine dreistündige Auftaktveranstaltung und thematisiert die Bedeutung der Unterstützung durch Eltern im Berufs- und ggf. Studienwahlprozess. Sie vermittelt Basiswissen über Schule, Ausbildung und ggf. Studium. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam einen Berufswahlfahrplan.

Treffen 2 ist ein zweistündiger Termin der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern im örtlichen Berufsinformationszentrum (BIZ) und thematisiert die unterstützende Rolle der Bundesagentur für Arbeit im Berufsorientierungsprozess.

Treffen 3 ist ein zweistündiger Besuch in einem Betrieb oder in einer überbetrieblichen Ausbildungswerkstatt. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Anforderungen an Ausbildung sowie betriebliche Auswahl- und Bewerbungsverfahren. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler durchlaufen gemeinsam ein kurzes simuliertes Bewerbungsverfahren.

Treffen 4 ist eine dreistündige Abschlussbesprechung und beinhaltet Auswertung sowie Reflektion der vorausgegangenen Treffen. Eltern und Schüler ziehen ein gemeinsames Resümee. Die Eltern planen künftige Schritte in ihrer Rolle als Begleiterin oder Begleiter ihrer Kinder beim Übergang von Schule in Ausbildung oder Studium.

Qualitätsmerkmale und Evaluation

Eine Durchführung besteht aus mindestens 12 und maximal aus 23 Schülerinnen und Schülern zuzüglich deren Eltern. Bei Gruppen ab 24, 47 und 70 Schülerinnen und Schülern zuzüglich deren Eltern wird eine weitere Durchführung vorgenommen. Der Bildungsträger legt ein Konzept zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung vor und stellt pro Durchführung für die gesamte Dauer der Maßnahme mindestens eine qualifizierte Mitarbeiterin oder einen qualifizierten Mitarbeiter bereit.

Bei Treffen 2 und 3 können jeweils zwei Durchführungen zusammengefasst werden und gemeinsam mit jeweils nur einer Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des Bildungsträgers betreut werden, sobald beim Treffen 2 eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit bzw. beim Treffen 3 des Betriebs anwesend ist.

Die Abstimmung der Orte und Termine für die Treffen erfolgen gemeinsam mit der Schule und der Bundesagentur für Arbeit. Bei der Planung der Treffen ist den zeitlichen Möglichkeiten berufstätiger Eltern Rechnung zu tragen und eine Terminierung möglichst an Abenden oder Wochenenden vorzunehmen.

Die Dokumentation der Ergebnisse findet in dem von der Schule gewählten Dokumentationsmedium statt, z. B. dem Berufswahlpass www.berufswahlpass.de. Jede Maßnahme wird durch einen Feedbackbogen evaluiert.

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